|
Montag 20. Mai 2013 | 02:32 Uhr
|
UNTERNEHMEN - HISTORYAthesia Druck - Druckereien-Verbund der Athesia Gruppe
Die Geschichte der heutigen Verlagsanstalt Athesia und der damit eng verbundenen Tageszeitung „Dolomiten“ ist das Spiegelbild der Geschichte Tirols – vor allem Südtirols – seit Beginn der freien Presse in Europa. Schon über 100 Jahre begleitet dieses Unternehmen (vormals Tyrolia) und deren Tageszeitung die Menschen unseres Landes in guten und schlechten Zeiten. Im Bozner Raum wurde nach den Erfolgen der „Brixener Chronik“ der Ruf nach einem ähnlichen Informationsinstrument laut.
1888 Der Brixner Theologieprofessor Dr. Aemilian Schöpfer, später Landtags- und Reichsratsabgeordneter, erster Präsident der Tyrolia (gest. 1936), gründet mit Gesinnungsfreunden das "Katholisch-politische Casino für Brixen und Umgebung" und wenig später die Wochenzeitung "Brixner Chronik". 1889 Gründung des Katholisch-Politischen Preßvereins in Brixen mit Preßvereinsdruckerei. 1899 Gründung des Preßvereins Tyrolia in Bozen mit Buchhandlung und Druckerei und der dreimal in der Woche erscheinenden Zeitung "Der Tiroler".
1907 Zusammenschluss der Preßvereine Brixen und Bozen zur Verlagsanstalt Tyrolia, Druckerei in Innsbruck und Innsbrucker Tagblatt "Allgemeiner Tiroler Anzeiger". Neuerwerbung des Hauses Andreas-Hofer-Straße 4 in Innsbruck. 1911 Neubau für Druckerei und Buchhandlung in Bozen, nach Ankauf des Hauses Museumstraße 42 im Jahre 1909. 1919 Für die Südtiroler Unternehmungen wird eine eigene Geschäftsleitung errichtet unter Aufrechterhaltung der gemeinsamen Generaldirektion. 1924 Vertrag über die Trennung der Tyrolia in einen Nord- und einen Südtiroler Zweig mit gegenseitigem Treueversprechen. 1925 Endgültige und offizielle Trennung der Unternehmen. Gründung der Monatszeitschrift "Der Seelsorger" in Wien. Buchhandlung in Kitzbühl, später auch in Mayrhofen, Jenbach, Pradl und Wattens. Nach Verbot des Namens Tirol in Südtirol muss sich die Tyrolia im Süden in "Verlagsanstalt Vogelweider Ges.m.b.H." umbenennen.
1934 Sprengstoffanschlag der Nationalsozialisten auf die Tyrolia in Innsbruck, Andreas-Hofer-Straße. 1936 "Der Schlern" muss eingestellt werden. Umbenennung der Verlagsanstalt Vogelweider in "Athesia" 1938 Besetzung der Tyrolia durch die Nationalsozialisten, Veräußerung eines Großteils ihres Vermögens und versuchte, aber nie vollendete Liquidation. Verhaftung führender Mitarbeiter. Einstellung von "Tiroler Anzeiger" und "Tiroler Volksbote". 1945 Übernahme der Tyrolia-Reste in Innsbruck durch Treuhänder Albert Schiemer. Übernahme der Athesia-Betriebe in Südtirol durch rechtmäßige Eigentümer. Wiedererscheinen der "Dolomiten", des "Katholischen Sonntagsblattes", des "Volksboten" 1967 Einweihung des Druckerei-Neubaues in Bozen. 1976 Verlängerung der Betriebshalle in Bozen, Weinbergweg. 1982 Fertigstellung des Buchbindereineubaus am Weinbergweg in Bozen. 1989 Neubau einer Rotationsmaschinenhalle und Erweiterung des Verwaltungstraktes am Weinbergweg in Bozen. ![]() |